Macht arbeiten krank?

Im Rahmen der Vorlesung Betriebliches Gesundheitsmanagement im Studiengang Wirtschaftspsychologie im Sommersemester 2016, konnte ich Herrn Prof. Dr. Reker für einen Impulsvortrag gewinnen. Prof. Dr. Reker lernte ich am Tag der seelischen Gesundheit in Münster 2015 als Gastreferent kennen. Die Frage, ob Arbeit krankmachen würde, passte thematisch sehr gut in meine Vorlesung. Hier ist der Artikel, den die Kollegen der HMKW geschriebene haben:

Stress, Burn-out, Bore-out, Depression: die Anzahl der Berichte über psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz steigt, aber spiegelt diese mediale Präsenz überhaupt die Realität in der Arbeitswelt wider?

Experte Prof. Dr. Thomas Reker, ärztlicher Direktor der LWL-Klinik Münster und Sprecher des Bündnisses gegen Depression Münster, ging in seinem Impulsvortrag an der HMKW Köln der Frage auf den Grund, ob Arbeiten krank mache. Dabei entzauberte der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie die eine oder andere Statistik und sensibilisierte das Publikum für die verschiedenen Begrifflichkeiten und Krankheitsbilder. Gründe für psychische Erkrankungen seien noch vor wenigen Jahrzehnten in gesellschaftlich-sozialen Gegebenheiten gesucht worden, während heute individualpsychologische Erklärungen vorherrschten. Dies und mehr erfuhren die Zuhörer/innen, die im Anschluss an den Vortrag die Gelegenheit ergriffen, dem Referenten Fragen zu stellen.

Alexander W. Reitz, Lehrbeauftragter für Wirtschaftsanthropologie und Betriebliches Gesundheitsmanagement im Studiengang M.A. Wirtschaftspsychologie, hatte Prof. Dr. Reker für diese öffentliche Veranstaltung im Rahmen des Moduls Betriebliches Gesundheitsmanagement eingeladen. Prof. Dr. Marc Lucas begrüßte den Gastreferenten stellvertretend für den Fachbereich Psychologie der HMKW Köln.

Prof. Dr. Reker

Prof. Dr. Thomas Reker referierte über psychische Erkrankungen am Arbeitsplatz

Quelle: https://www.hmkw.de/news/artikel/koeln-impulsvortrag-macht-arbeiten-krank-1/

Titelbild: Photo by MARK ADRIANE on Unsplash